Nach unserer zweieinhalb Jahre dauernden Reise während der wir meist in ruhigen, schönen bevölkerungsarmen Gegenden unterwegs waren und jetzt vom grausamen „Pott“ (Essen) eingekauft worden sind, musste ich einfach zu mir selbst finden. So beschloss ich nach dem Sponsorentreffen auf der Friedrichshafener Outdoormesse den letzten Naturraum Mitteleuropas zu nutzen, um mich auf einer Wanderung von Konstanz zum Matterhorn zu erholen.
Eigentlich wollte ich nach Genua, aber mein Velo I von Exped hatte selbst nach einem Kilo Nahtdichter immer noch fließend Wasser und da ein Ende des Regens nicht absehbar war, cancelte ich die Reststrecke.
Die meistbegangenen Pfade während des Sommers zu benutzen, ist fast unmöglich, da unglaubliche Horden Ruhesuchender die gleiche Idee hatten. Mit einigen unumgänglichen Besuchen wie dem Aletschgletscher, wo sich die Wanderer nach beschwerlicher Gondelauffahrt die Kante gaben und andere durch Übervölkerung quasi vom Berg gedrückt wurden, war ich tatsächlich die meiste Zeit allein und erholsam unterwegs. Die Alpen sind immer noch eine Reise wert, sofern man sich von den Wanderautobahnen fern hält.

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